Biologische Kriegsführung 2.0

1 Minuten Lesezeit

Ein ironischer Gastbeitrag des Journalisten Gert Bachmann:

Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich der Lektüre von Diwalds Werk „Kampf um die Weltmeere.“ Während der seltenen Friedensjahre zwischen Portugal, Spanien, Frankreich, Niederlande und England herrschte jenseits der europäischen Gewässer ein stetiger Seekrieg. Sobald Schiffe, gleich ob Kriegs- oder Handelsschiffe, eine bestimmte Linie Richtung Afrika, Asien oder Amerika erreicht haben, herrschte das Gebot: Jeder gegen jeden. Kapern und wieder kapern. Das Gesetz des Stärkeren. Eine maritime Vorwegnahme von Darwins „Survival of the Fittest!“

Heute erleben wir eine Renaissance der Teilung feindlicher Auseinandersetzungen unter den Mächten. Cyberkriege, hybride Kriege, Handelskriege und nunmehr gesundheitspolitische Kriege. Ohne Seeschlachten, ohne Luftkämpfe, ohne Bodenkriege. Trotz der entsprechenden Präparation hierfür.

Die Plätze von Sir Francis Drake oder Jean Bart haben Hacker, Propagandisten, Konzernleiter eingenommen. Gleich den Freibeutern, ausgestattet mit Kaperbriefen.

Die Organisatoren der Bekämpfung des China-Virus sind nun auf diese Stufe nachgerückt. Piraterie, Kaperung, Rücksichtslosigkeit, feindliche Übernahme etc. gehören mittlerweile zum Vokabular im Kampf um Schutzausrüstungen, medizinisches Gerät wie Heil- und Impfstoffe. Ob es sich nun um berechtigte oder unberechtigte Vorwürfe handelt sei dahingestellt. Der Krieg der Worte entspringt dem Freund-Feind-Denken.

Die biologische Kriegführung hat ihren Ursprung in der Not. Die Mongolen schleuderten ihre Pesttoten per Katapult über die Mauern Bagdads, bevor sie abziehen mussten. Nun sollen minderwertige oder kontaminierte Produkte aus China den Westen erreichen.

Der geneigte Leser meint der Verfasser dieser Zeilen übertreibt oder wünscht einen 3. Weltkrieg herbei. Keineswegs bzw. im Gegenteil. Der permanente Kaperkrieg in Übersee hatte sogar einen deeskalierenden Einfluss auf das Ringen der Großmächte.

Gert Bachmann