Wolfgang Wiehle: Oberbayern sichert AfD-Standort München

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Am Zentrum der Macht auf die AfD zu treffen – das ist für das politische Establishment das unwillkommenste Symbol politischen Widerspruchs, das man sich dort vorstellen kann. Die Mächtigen beweisen ja jeden Tag aufs Neue, dass sie unter sich bleiben wollen und abweichende Meinungen am liebsten unterdrücken würden. Für die AfD heißt das natürlich, erst recht am bayerischen Machtzentrum in München präsent zu sein, angesichts der Mietsituation wenigstens im Landkreis.

Der Bezirksverband Oberbayern trägt nun wesentlich dazu bei, dass die AfD-Geschäftsstelle in Ottobrunn/Hohenbrunn (Lkr. München) in der Zeit des Landtagswahlkampfes erhalten bleibt. Zusammenarbeit ist das Zauberwort: Zwei Münchner AfD-Kreisverbände nutzen die Räume künftig auch, und Abgeordnete aus Landtag, Bundestag und EU-Parlament sowie die Münchner AfD-Stadträte werden die weitere Nutzung des Objekts durch zusätzliche finanzielle Beiträge unterstützen. Somit sind auch künftig Veranstaltungen, eine Wahlkampfzentrale sowie die Arbeit von Abgeordnetenbüros in der bekannten Geschäftsstelle möglich.

Ob über den geplanten Rückzug des Landesverbandes nach Greding schon das letzte Wort gesprochen ist, wird die Zukunft zeigen. Sechzehn Kreisverbände aus ganz Bayern – doppelt so viele wie die Satzung hierfür verlangt – haben Ende Juli / Anfang August beantragt, dass alle bayerischen AfD-Mitglieder, also die Parteibasis, in einem Mitgliederentscheid darüber abstimmen dürfen. Auf eine offizielle Antwort des Landesvorstands wird (Stand Ende September) noch gewartet.

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