Statement: Zu den Ereignissen in Hanau

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Die Bilder und Berichte aus Hanau schockieren. 10 Menschen tötete Tobias Rathjen in der Nacht auf Donnerstag, dann sich selbst. Dazu das Statement des bayerischen Landtagsabgeordneten Franz Bergmüller:

Meine Gedanken sind bei den Opfern dieser grausamen Tat, deren Familienangehörigen und Freunde. Den Hinterbliebenen spreche ich mein Beileid aus und wünsche Ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Extremismus und Gewalt, ganz gleich aus welchen Beweggründen, haben in unserem Land nichts verloren. Damit sich derartige Ereignisse nicht wiederholen, muss rechtzeitig gehandelt werden. Laut Informationen der WELT soll Tobias Rathjen nicht unbekannt gewesen sein. Schon vor Jahren soll er seine Ansichten deutschen Sicherheitsbehörden mitgeteilt haben. Wenn dies tatsächlich der Wahrheit entspricht, bleibt die Frage, wieso die Ereignisse in Hanau nicht verhindert wurden. Wurde die Gefahr unterschätzt oder wurde nicht rechtzeitig gehandelt?

Dies ist die Tat eines absolut Wahnsinnigen! Es ist ungebührlich, dies jetzt wieder mit einem AfD-Bashing zu verbinden, denn dieser Täter hat rein gar nichts mit einem typischen Rechtsextremisten zu tun. Den Sicherheitsbehörden hätten dessen skurrilen Vorstellungen, die er diesen sogar lange vor seiner Tat zu erkennen gegeben hatte, auffallen müssen. Solchen Leuten gehört der Waffenschein entzogen. Völlig fehl am Platze ist auch eine erneute Debatte um eine weitere Verschärfung des Waffenrechtes!

Der Schmerz, den das Attentat von Hanau verursacht hat, ist unbegreiflich. Die Hoffnung ist, dass wir aus diesen Ereignissen lernen können und in Zukunft Gefahrenpotentiale schneller erkannt und besser eingeschätzt werden. Hass und Gewalt hat in Deutschland keinen Platz.