Eine Liste von Liedern, die auf der Erlanger Bergkirchweih nicht gespielt werden sollten, wie „Skandal im Sperrbezirk“ und „Layla“, hat für Diskussionen gesorgt. Es handelte sich dabei um eine „Empfehlung“ der Gleichstellungsstelle der Stadt Erlangen an die Gastwirte. Die Bergkirchweih zieht jährlich Hunderttausende Besucher an. Die Veranstalter des Annafestes in Forchheim und der Bamberger Sandkerwa haben hingegen erklärt, keine Empfehlungen für das Abspielen von Liedern auszusprechen.


Harald Meußgeier erklärt als Leiter des Arbeitskreises für Umwelt und Verbraucherschutz der AfD-Fraktion im Bayerischen Landtag:


„Volksfeste leben von ihrer Unbeschwertheit, ihrer Tradition und ihrer kulturellen Eigenständigkeit. Wenn Behörden Listen mit unerwünschten Liedern erstellen, ist das inakzeptabel. Auch wenn diese Listen nur als ‚Empfehlungen‘ bezeichnet werden, entsteht der Eindruck, dass Teile unserer Festkultur unerwünscht sind.
Authentische und lebendige Volksfeste sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für den bayerischen Tourismus. Unsere Gäste kommen wegen der einzigartigen Atmosphäre, der Traditionen und Festkultur. Debatten über schwarze Listen und ‚erlaubte‘ oder ‚unerwünschte‘ Lieder wirken auf viele Menschen bevormundend und abschreckend.
Es ist erfreulich, dass das Annafest und die Sandkerwa nicht auf den Zug des woken Zeitgeistes aufspringen. Immer mehr Menschen haben genug von solchen Bevormundungen. Wir wollen mit unseren Gästen aus aller Welt Geselligkeit leben und unsere Volksfeste feiern.“