Eine Übersicht über interessante und wichtige Informationen zu verschiedenen Themen:
Leserbriefe von Franz X. Thielmann
Leserbrief zum Artikel „Waldbesitzer werden geschädigt“ vom 20.3.2026 (Münchner Merkur)
„Mit dem neuen Jagdgesetz wird die Verantwortung für einen erfolgreichen Umbau des Waldes in einen klimagerechten Zukunftswald weitgehend den Jagdgenossenschaftsvorständen und den Jägern übertragen. Da ist ab sofort bei der Jagd ein hartes Herz und in der Waldwirtschaft eine scharfe Säge Voraussetzung für das Gelingen des Waldumbaues. Bei der oft zu beobachtenden Freunderlwirtschaft zwischen Jagdgenossenschaftsvorständen, bei denen das Jagdessen oft wichtiger ist als der Waldzustand und der Jägerschaft ist zu bezweifeln, ob hier die gewünschten Ergebnisse erzielt werden können. Bis dann bei zu starkem Verbiss in einzelnen Jagdrevieren die untere Jagdbehörde eingreift, sind die Schäden längst da und jeweils Jahre im Waldumbau verloren. Ein verstärkter Zwist zwischen Waldbesitzern, Jagdgenossenschaftsvorständen und der Jägerschaft dürfte da in vielen Jagdrevieren vorprogrammiert sein. Durch zu starken Wildverbiss geschädigte Waldbesitzer sind da aber nicht schutzlos. Sie müssen dann nur rigoros bei den Jagdgenossenschaften oder Jägern den ihnen rechtlich zustehenden Wildschaden einfordern. Wenn es dann an den Geldbeutel geht, werden viele Beteiligte zur Einsicht kommen.“
Franz-Xaver Thielmann
Leserbrief zu „Landwirte fürchten Folgen der Erdkabelbaustellen“ im top agrar 3/2026
„Mit der politischen Entscheidung, die großen Stromübertragungsnetze von Norden nach Süden erdverlegt auszuführen, wurden auch die Rechte der Netzbetreiber massiv gestärkt und die Eigentumsrechte der Grundeigentümer erheblich beschnitten. Der Landwirt ist bei der Wahrnehmung seiner Rechte geradezu zum Bittsteller degradiert worden. Trotz aller Bemühungen beim Bodenschutz wird es zu dauerhaften Ertragsschäden kommen. Im Fokus steht dabei die Erderwärmung. Auswirkungen hierzu können derzeit schon bei Gasleitungen nach Verdichtern festgestellt werden. So kann da vielfach im ausgehenden Winter bei leicht gefrorenen Boden die Gülleausbringung im Ackerland nicht erfolgen weil im Trassenbereich der Boden nicht gefroren ist. In Schneelagen schmilzt in der Trasse der Schnee. Bei mit Wintersaaten bestellten Flächen steht dann auf diesen Flächen das Wild wie am Futtertisch. Bei einer vorzeitigen Abreife im Trassenbereich sind diese mit 100 % zu entschädigen, da es nicht zumutbar und technisch nicht oder nur mit großem Aufwand möglich wäre, diese Teilflächen vorzeitig separat zu ernten.
Gar nicht berücksichtigt ist die Zerstörung des Kapillarsystems im Boden, das sich bei der Verlegung der Erdkabel durch den Einbau von Flüssigboden kaum mehr wieder einstellen wird. Dies hat besonders in niederschlagsarmen Gegenden erhebliche negative Auswirkungen.
Für die Ermittlung von Folgeertragsschäden müssen auch keine teuren Gutachten erstellt werden. Die Mindererträge können auch von BBV-Schätzern, Hagelschätzern oder Wildschadenschätzern festgestellt werden. Das ist eigentlich nur eine einfache Organisationssache.
Dass sich die Vorhabensträger bereit erklären, dass sie 10 Jahre Gewährleistungsschäden am Dränsystem übernehmen ist ein glatter Hohn. Erstens treten Dränschäden oft auch viel später auf und zweitens werden durch die Baumaßnahmen die Dränsysteme verändert und dann ist rechtlich die Vorhabensträgerin dauerhaft für die Funktionalität der Dränsysteme verantwortlich, es sei denn, sie kauft sich von dieser Verpflichtung beim Grundeigentümer frei. Dazu kommt, dass der Landwirt im Schutzstreifenbereich der Stromleitung gar keine Grabungen durchführen darf. Möglicherweise darf er in Handschachtung unter Aufsicht des Netzbetreibers Arbeiten durchführen.“
Franz Thielmann
Mehr Staat, mehr Zweifel
Die Pläne von Lars Klingbeil setzen auf staatlichen Wohnungsbau – bezahlt von denen, die ohnehin den Großteil tragen. Gleichzeitig bleibt der Eindruck, dass genau diese Gruppe bei der Vergabe kaum profitieren wird.
Generationenkluft bei Social Media wächst
Laut einer Studie von Deloitte zeigen sich deutliche Unterschiede in der Nutzung sozialer Medien: Während Millionen täglich Plattformen wie TikTok und Instagram nutzen, wenden sich ältere Nutzer zunehmend davon ab.
Ein Moment der Zuspitzung – Was der Berliner Empfang für die politische Stimmung bedeutet
Ein lesenswerter Artikel über die politische und gesellschaftliche Bedeutung des Berliner Empfangs von al-Scharaa und die daraus resultierenden Debatten über Sicherheit, Vertrauen in den Staat und mögliche Verschiebungen in der politischen Landschaft.
Scharfe Kritik am Sondervermögen
Der scheidende Rechnungshofpräsident Kay Scheller wirft der Regierung vor, das Sondervermögen weitgehend zweckzuentfremden. Statt echter Zusatzinvestitionen würden häufig Haushaltslöcher kaschiert – ein „Verschiebebahnhof“ mit fraglicher Wirkung.
Auch für mich bestätigt sich damit der Eindruck, dass die Regierung die Öffentlichkeit systematisch täuscht und die Unwahrheiten immer weiter zunehmen.
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Konjunkturaufschwung unter Risiko durch Energiekrise
Die Wirtschaft erholt sich seit Ende 2025 dank expansiver Fiskalpolitik, doch der Iran-Krieg und steigende Energiepreise bremsen. Zwei Szenarien reichen von schneller Entspannung bis zu anhaltender Eskalation mit dauerhaft hohen Preisen.
EU-Entgelttransparenzrichtlinie: Auswirkungen auf Unternehmen
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