Nach aktuellen Plänen der niedersächsischen Facharbeitsgruppe Rinder soll die Anbindehaltung von Rindern künftig grundsätzlich untersagt werden. Für ganzjährige Anbindehaltungen sind kurze Übergangsfristen vorgesehen, Kombinations- und saisonale Haltungen müssten sich binnen weniger Jahre entscheiden, ob sie umbauen oder schließen. In Niedersachsen wären davon rund 1.000 Betriebe betroffen. Für Bayern hätte ein solches Vorgehen deutlich gravierendere Folgen.

Dazu MdL Franz Bergmüller, AfD-Abgeordneter im Bayerischen Landtag:

„Ein Aus für die Anbindehaltung nach niedersächsischem Plan würde in Bayern das Ende von rund 10.000 Betrieben bedeuten. Das wäre ein strukturpolitischer Kahlschlag – vor allem im Alpen- und Voralpenraum.

Gemeinsam mit meinem Kollegen Andreas Winhart lehne ich ein solches Verbot entschieden ab. Wir vertreten die Regionen, in denen die meisten betroffenen Betriebe liegen. Gerade dort wird seit Generationen verantwortungsvoll Tierwohl praktiziert. Jeder Bauer kennt seine Kühe, pflegt und hegt sie täglich. Anbindehaltung ist nicht automatisch Tierquälerei. Diese pauschale Unterstellung ist realitätsfern!

Zudem prägt diese Bewirtschaftungsform das Orts- und Landschaftsbild vieler Dörfer. Viele Betriebsinhaber sind heute zwischen 50 und 67 Jahre alt und bangen um ihre Existenz. Sie können sich die Investitionen für einen neuen Freiluftstall auf der grünen Wiese schlicht nicht leisten – weder finanziell noch genehmigungsrechtlich.

Wer solche Verbote durchdrückt, treibt tausende bäuerliche Familienbetriebe in die Aufgabe, beschleunigt das Höfesterben und zerstört gewachsene Kulturlandschaften. Das kann und darf nicht der Weg für Bayern sein.

Statt ideologisch motivierter Verbote fordere ich ganz klar Bestandsschutz, realistische Übergangsregelungen und echte Wahlfreiheit für die Betriebe!“

Franz Bergmüller, MdL
Abgeordneter im Bayerischen Landtag

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