MdL Franz Bergmüller, erfahrener Wirtschaftspolitiker und Landtagsabgeordneter der bayerischen AfD-Fraktion, zu aktuellen Themen aus Region, Land, Bund und international:
Mehr Netto vom Brutto stärken
Die AfD fordert schon lange, Arbeitnehmer spürbar zu entlasten, indem versicherungsfremde Leistungen aus den Sozialversicherungen herausgenommen werden. Allein in der gesetzlichen Krankenversicherung geht es dabei um rund 12 Milliarden Euro. Ziel ist es, die Beiträge zu senken und so mehr Netto vom Brutto zu ermöglichen.
Eigentumsbildung als Altersvorsorge fördern
Die AfD fordert schon seit mehreren Jahren, dass Eigentumsbildung als Altersvorsorge stärker gefördert wird. Dazu zählen der Erlass der Grunderwerbsteuer beim erstmaligen Erwerb sowie eine Eigenheimzulage von 10.000 € pro Jahr für acht Jahre.
Auch eine Absetzbarkeit der Mehrwertsteuer im Wohnungs- und Eigenheimbau würde nach dieser Auffassung zu einer massiven Eigentumsbildung führen. Zudem müssten die zahlreichen bürokratischen Auflagen beim Bauen abgeschafft werden.
Dänemark und Schweden: Vom Digital-Vorreiter zur Rückbesinnung auf Grundlagen
„Die Erfahrungen aus Dänemark und Schweden sollten uns eine klare Lehre sein: Bildungspolitik darf sich nicht von Technikgläubigkeit treiben lassen, sondern muss sich konsequent an den tatsächlichen Lernergebnissen orientieren.
Die flächendeckende Digitalisierung der Schulen wurde lange als Fortschritt verkauft, als Garant für modernen, individuellen und besseren Unterricht. Doch die Realität zeigt ein differenzierteres Bild. Wenn grundlegende Kompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen leiden, dann ist das kein Kollateralschaden, sondern ein ernstes Warnsignal. Bildung ist kein Experimentierfeld für Trends, sondern das Fundament unserer Gesellschaft.
Die Kurskorrekturen in Skandinavien sind deshalb kein Rückschritt, sondern ein Zeichen politischer Reife. Sie zeigen: Gute Bildungspolitik ist bereit, Fehler zu erkennen und pragmatisch nachzusteuern. Genau diesen Mut brauchen wir auch.
Ein moderner Bildungsansatz bedeutet nicht „digital um jeden Preis“, sondern „pädagogisch sinnvoll und ausgewogen“. Digitale Werkzeuge haben ihren Platz – dort, wo sie echten Mehrwert schaffen. Aber sie dürfen niemals die Grundlagen ersetzen, auf denen alles weitere Lernen aufbaut.
Wer Kinder frühzeitig an Bildschirme bindet, ohne ihre Konzentrationsfähigkeit, ihr Textverständnis und ihre Schreibkompetenz ausreichend zu entwickeln, riskiert langfristig mehr, als er gewinnt. Bildung braucht Tiefe, nicht nur Tempo. Sie braucht Verständnis, nicht nur Zugriff.
Die politische Konsequenz daraus ist klar:
Wir müssen zurück zu einer Balance. Mehr Fokus auf grundlegende Fähigkeiten, eine bewusste und gezielte Nutzung digitaler Mittel und vor allem die Einsicht, dass Fortschritt nicht darin besteht, alles Alte zu verdrängen, sondern das Bewährte mit dem Sinnvollen zu verbinden.“
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Quelle: BDM