Die Milchpreise in Deutschland stürzen ab. Bei einem Rohstoffwert von zuletzt unter 40 ct kämpfen viele Betriebe ums Überleben. Dazu der bayerische Landtagsabgeordnete MdL Franz Bergmüller:
„Die Überproduktion bei Milch belastet den Markt, das ist unbestritten. Doch genauso dramatisch ist der gleichzeitig massiv rückläufige Export deutscher Milcherzeugnisse. Beide Entwicklungen zusammengenommen führen unsere heimischen Milchviehbetriebe in eine existenzielle Krise.
Ich begrüße daher die klare Positionierung des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM), der sich für die Aktivierung des in der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) verankerten freiwilligen Lieferverzichts gegen Entschädigung einsetzt.
Dieses Instrument hat sich bereits in der Milchkrise 2016 bewährt und ist sofort einsatzbereit. Es ist sinnvoll, effizient und fair. Aber die Lösung darf sich nicht einseitig auf die Milchmenge fokussieren. Wenn unsere Milchprodukte auf dem Weltmarkt immer schwerer Absatz finden, dann ist das auch ein klarer Auftrag an die Bundesregierung, die Exportförderung gezielt auszuweiten!
Es reicht nicht, sich immer nur auf den Lebensmitteleinzelhandel einzuschießen. Die Ursachen der Krise liegen tiefer und auch die Lösungen müssen breiter aufgestellt werden. Die Politik muss hier endlich Verantwortung übernehmen – für die Produktion und den Absatz!“
Franz Bergmüller, MdL
Abgeordneter im Bayerischen Landtag