Führungswechsel bei der CDU

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Jetzt ist es offiziell. Annegret Kramp-Karrenbauer wird Angela Merkels CDU-Vorsitz übernehmen. Die bisherige Generalsekretärin setzte sich mit geringem Vorsprung gegen Friedrich Merz durch. Für AfD-Landtagsabgeordneten Franz Bergmüller verhindert dieses Wahlergebnis den dringend notwenigen Richtungswechsel der CDU.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schied bereits in der ersten Wahlrunde als CDU-Nachfolger aus. Mit 157 Stimmen erhielt er deutlich weniger Zuspruch als seine Konkurrenten Annegret Kramp-Karrenbauer (450 Stimmen) und Friedrich Merz (392 Stimmen). Bei der Stichwahl setzte sich die bisherige Generalsekretärin (52 % der Stimmen) dann hauchdünn gegen den früheren Unionsvorsitzenden (48 % der Stimmen) durch. Damit ist die neue CDU-Spitze jetzt entschieden. Annegret Kramp-Karrenbauer wird Angela Merkels Nachfolge antreten.

Die neue „Chefin“ hatte sich kürzlich insbesondere gegen eine Änderung der aktuellen Flüchtlingspolitik ausgesprochen. Den Beitritt Deutschlands zum UN-Migrationspakt befürwortet Kramp-Karrenbauer. Im Grunde genommen teilt sie damit die Meinungen und Positionen ihrer Vorgängerin. „Die CDU hätte dringend einen Richtungswechsel gebraucht“, kommentiert AfD-Landtagsabgeordneter Franz Bergmüller das Wahlergebnis, „das zeigen nicht zuletzt die enormen Stimmverluste in Bayern und Hessen.“ Für den Politiker hat die CDU durch die Wahl Kramp-Karrenbauers jetzt die Chance auf eine Wiedergutmachung bei den Wählern verpasst. „Die Partei-Spitze hat gewechselt, die politische Richtung wird leider die selbe bleiben“, so Bergmüller.

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