Hamburg-Wahl: Union wirft sich Linken zum Fraß vor

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Hamburg hat gewählt. Und der Mainstream sieht sich bestätigt. Das gegenseitige Schulterklopfen nimmt kein Ende. Gert Bachmann trifft in seiner Analyse der Wahl den Nagel auf den Kopf:

Die SPD verliert 7 Prozent und kommt auf 39 Prozent. Ein großartiger Sieg. Die SPD sieht sich durch ihren klaren Kurs voll bestätigt und als Stabilitätsanker der Bundesrepublik.

Die Grünen gewinnen 12 Prozent und halten bei 24 Prozent. In der Tat ein großer Sieg. Wenn man gerne Rad fährt, sich vegan ernährt und seine Mitmenschen mit Tugendterror überzieht. Der Massenaufmarsch der Schulschwänzer hat sein Scherflein beigetragen.

Die CDU büßt 5 Prozent ein und erzielt 11 Prozent. Der Schuldige ist rasch gefunden. Die CDU-Thüringen.

Die SED-Nachfolgepartei legt einen halben Punkt zu auf 9 Prozent. In der Hansestadt ist der Kommunismus längst salonfähig geworden.

Die FDP muss noch immer um den Einzug in die Bürgerschaftsvertretung zittern. Sie hält genau bei 5 Prozent. Jedoch soll es Unstimmigkeiten bei der Zuteilung von Wahlzetteln gegeben haben.

Die AfD konnte dem Tsunami von Wahnsinn, Hysterie und Panik standhalten. In einer westdeutschen Stadt, wo der Stand ohnehin immer schwierig war. 5,3 Prozent. Durch die gestiegene Wahlbeteiligung sogar an Stimmen kein Verlust.

Tatsächlich hat das System einen Pyrrhos-Sieg davongetragen. Trotz Thüringen und trotz der ungustiösen Instrumentalisierung wie Umdeutung eines Amoklaufs durch einen Psychopathen haben die GroKo-Parteien 13 Prozent eingebüßt. Die sind bei den Grünen gelandet.

Die Merkel-Union nimmt einen Linksrutsch gerne in Kauf. Ob Rot-Grün oder Grün-Rot Hamburg regiert ist in den Augen der Kanzlerin eine Petitesse. Ebenso die Frage, ob sich die CDU in Thüringen halbiert.
Hauptsache der Cordon sanitaire zur AfD hält. Auch wenn es notwendig ist, sich selbst Gliedmaßen abzutrennen.
Bundesweit wird die Union dennoch auf Platz 1 halten. Und Habeck ist als Vizekanzler bereits eingepreist.

Die tatsächliche Absicht offenbarte sich beim Jubel über die ersten Hochrechnungen. Bei allen Linksparteien war die Freude über das mögliche Ausscheiden der AfD der lauteste Jubel. „Nazis raus, Nazis raus“-Sprechchöre in Kombination mit lächerlichem Gehüpfe, welches an die Schulschwänzer-Bewegung erinnert.

Um sich vor der AfD zu schützen, wirft man sich selbst den Klima-Kommunisten zum Fraß vor. Die AfD hat jedoch gewonnen. Weil sie nicht verloren hat…

Gert Bachmann